„Der Mensch muss Chef im Ring bleiben“

Der heutige Nachmittag beim Gewerkschaftstag der Bayerischen Finanzgewerkschaft in Augsburg war der öffentlichen Veranstaltung gewidmet. Der frisch im Amt bestätigte bfg-Landesvorsitzende Gerhard Wipijewski konnte hierzu zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Verbänden begrüßen und nutzte die Gelegenheit natürlich, um die Anliegen der bfg mit deutlichen Worten vorzutragen.

Wipijewski als bfg-Vorsitzender wiedergewählt

Beständigkeit an der Spitze der Bayerischen Finanzgewerkschaft bfg. Der bisherige Vorsitzende Gerhard Wipijewski wurde von den rund 350 Delegierten des heute und morgen in Augsburg stattfindenden Gewerkschaftstages erneut zum Vorsitzenden gewählt. Mit überwältigender Mehrheit von 93,6 % wurde Gerhard Wipijewski im Amt bestätigt und steht nun auch die nächsten fünf Jahre an der Spitze der Gewerkschaft, die mehr als 12.000 Mitglieder in der bayerischen Finanzverwaltung hat.

Abschließende Vorbereitungen zum Gewerkschaftstag in Augsburg

Bereits am heutigen Sonntag ist der Landesvorstand der Bayerischen Finanzgewerkschaft bfg in Augsburg zusammengetroffen, um die letzten Vorbereitungen für den morgen beginnenden Gewerkschaftstag zu treffen. So steht auf der Tagesordnung der Vorstandssitzung unter anderem die Erstellung der Antragsempfehlungen für die 510 Anträge zum Gewerkschaftstag.

Der Mensch gestaltet den Prozess

Über 350 Delegierte aus ganz Bayern treffen kommende Woche in Augsburg zusammen, um die gewerkschaftlichen Weichen für die nächsten fünf Jahre zu stellen. Es gilt, die berechtigten Interessen der Beschäftigten der Finanzverwaltung in Bayern nicht nur zu formulieren, sondern im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung auch gleich an die Adresse der anwesenden Politiker und Verwaltungsvertreter weiter zu geben. Dabei wird ein inhaltlicher Schwerpunkt sicher auf den Auswirkungen der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung liegen. Bereits das Motto des Gewerkschaftstages fordert, dass bei allen Entwicklungen der Mensch gestaltend im Vordergrund stehen muss. Der bisherige Landesvorsitzende Gerhard Wipijewski (München) bewirbt sich erneut um das Amt des Landesvorsitzenden.

Tarifeinigung

Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder ist es am späten Samstagabend zu einer Einigung gekommen. Die Tabellenentgelte sollen in drei Schritten um 3,2 Prozent (1.1.2019), 3,2 Prozent (1.1.2020) und 1,4 Prozent (1.1.2021) angehoben werden. Bis zum 1.1.2021 mindestens um insgesamt 240 Euro. Die Laufzeit beträgt 33 Monate. Die Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenentgelte soll in zwei Schritten um 50 Euro (1.1.2019) und 50 Euro (1.1.2020) erfolgen. Bayerns Finanzminister Albert Füracker hat in einer Pressemitteilung am Samstagabend erklärt, dass Bayern den Tarifabschluss übernehmen wird.

bfg zeigt Flagge bei Warnstreik und Demo in Nürnberg

Am kommenden Donnerstag und Freitag finden in Potsdam die wohl entscheidenden Verhandlungen im Rahmen der Einkommensrunde 2019 statt. Am heutigen Dienstag machten der dbb und seine Mitgliedsgewerkschaften noch einmal Druck auf die Arbeitgeber und riefen ihre Mitglieder zur Teilnahme an Warnstreiks und Protestaktionen auf. In Nürnberg waren dabei 600 Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten bayerischen Finanzverwaltung dem Aufruf der bfg zur Teilnahme am Warnstreik und der Protestveranstaltung gefolgt. Angeführt von bfg-Landesvorsitzendem Gerhard Wipijewski und Bezirksvorsitzender Helene Wildfeuer haben die Finanzer lautstark Flagge gezeigt und die Forderung nach 6% mehr Einkommen mindestens aber 200 Euro eindrucksvoll unterstützt. Helene Wildfeuer und Christoph Strehle sprachen auf der abschließenden Kundgebung und forderten die Arbeitgeber auf, in der nächsten Verhandlungsrunde ein abschlussfähiges Angebot auf den Tisch zu legen.

Einkommensrunde 2019

Die Einkommensrunde 2019 für die Beschäftigten der Länder hat in der zweiten Verhandlungsrunde keine Fortschritte gebracht. Die Arbeitgeber mauern weiter. Zur dritten Verhandlungsrunde am 28. Februar und 1. März 2019 erhöhen wir den Druck von der Straße! Wir fordern unter anderem die Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent, mindestens 200 Euro, die Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenentgelte um 100 Euro, die Vereinbarung einer neuen Entgeltordnung, die die Arbeit der heutigen Beschäftigten angemessen honoriert und die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung des Volumens auf den Beamtenbereich.

Vor der Kabinettsklausur bei Finanzminister Füracker

Einen Tag vor der Kabinettsklausur in St. Quirin trafen am 23. Januar Finanzminister Albert Füracker und bfg-Vorsitzender Gerhard Wipijewski in München zusammen, um noch einmal über die Erwartungen der bfg zum Doppelhaushalt 2019/2020 zu sprechen. Denn bei der Klausurtagung der Bayerischen Staatsregierung am Tegernsee werden die Eckpunkte des Doppelhaushalts beschlossen. Wipijewski und Füracker waren sich darin einig, dass angesichts der stetigen Fallzahlensteigerungen und der daraus folgenden Arbeitsverdichtung in der Finanzverwaltung der Abbau der Unterbesetzung weitergehen müsse.

Starker Staat statt schwarze Null

„Die Menschen verlieren das Vertrauen in den Staat, in seine Institutionen, in Regierende und Parteien. Man glaubt nicht mehr, dass sie in der Lage sind, die Probleme zu lösen“, sagte der dbb Chef bei der 60. dbb Jahrestagung am 7. Januar 2019 in Köln. Dies sei auch eine Folge jahrzehntelanger neoliberaler Attacken auf den Staat und „die Rache der schwarzen Null“. Silberbach: „Heute wissen wir: Der Qualität von Gesundheit, Sicherheit, Bildung, Infrastruktur und Kultur haben Privatisierung und Wettbewerb überhaupt nicht gutgetan.“ Jeder Mensch in Deutschland müsse sich aber darauf verlassen können, dass der öffentliche Dienst überall im Land gleich gut für ihn da ist. Daher, so der der dbb Chef, brauche es „ein Sofortprogramm für einen starken und handlungsfähigen Staat. Er muss wieder wahrhaftig und greifbar an der Seite seiner Bürgerinnen und Bürger stehen.“

Wir wünschen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019

Am Ende eines ereignisreichen Jahres sagen wir Danke für die vielfältige Unterstützung unserer Arbeit, für die vielen wertvollen Begegnungen sowie die gute und engagierte Zusammenarbeit. Die Bayerische Finanzgewerkschaft wünscht ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2019!