bfg schreibt an die Abgeordneten von CSU und Freien Wählern

Wertschätzung zeigt sich nicht in Sonntagsreden

Die Bayerische Finanzgewerkschaft (bfg) hat sich mit einem ausführlichen Schreiben an die Abgeordneten der Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern im Bayerischen Landtag gewandt. Hintergrund ist die geplante zeitversetzte Übernahme des Tarifabschlusses für die Beschäftigten der Länder auf die Beamtinnen und Beamten in Bayern. Die bfg hält die vorgesehene zweimalige sechsmonatige Verschiebung für das falsche Signal an die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

Die Kolleginnen und Kollegen in den Finanzämtern, den Landesämtern und den übrigen Bereichen der bayerischen Finanzverwaltung haben in den vergangenen Jahren enorme Herausforderungen bewältigt. Personalmangel, steigende Fallzahlen, zusätzliche Aufgaben und immer komplexere Anforderungen prägen vielerorts den Arbeitsalltag.
Allein in der Steuerverwaltung ist die Zahl der zu bearbeitenden Steuerfälle seit 2015 um rund 40 Prozent gestiegen. Gleichzeitig konnten zahlreiche Stellen nicht besetzt werden. Die dadurch eingesparten Personalausgaben summieren sich nach Berechnungen der bfg in den vergangenen zehn Jahren auf rund 5,6 Milliarden Euro.
Während die Steuereinnahmen des Freistaats im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen sind, sollen die Beschäftigten erneut auf die vollständige Übernahme des Tarifergebnisses warten.
Für die bfg ist klar:

  • Wertschätzung zeigt sich nicht in Sonntagsreden.
  • Wertschätzung zeigt sich in politischen Entscheidungen.
  • Wer einen leistungsfähigen Staat will, muss seine Beschäftigten fair behandeln.

Mit dem Schreiben fordert die bfg die Abgeordneten auf, die geplante Verschiebung zu überdenken und ein klares Zeichen der Anerkennung gegenüber den Beschäftigten des Freistaats Bayern zu setzen.

Schreiben zum Download

Das vollständige Schreiben der Bayerischen Finanzgewerkschaft an die Abgeordneten von CSU und Freien Wählern können Sie hier herunterladen:

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