
Ein starkes Gesamtvotum für die bfg
15 von 17 Sitze beim Hauptpersonalrat
Mit dem Ergebnis der Wahl zum Hauptpersonalrat beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat liegt nun ein weiterer wichtiger Baustein der Personalratswahlen 2026 vor. Dabei sind die Ergebnisse bei der Wahl zum Hauptpersonalrat schon deshalb besonders interessant, weil hier alle Beschäftigten des Finanzressorts zur Wahl aufgerufen sind, neben der Steuerverwaltung und dem LfF etwa auch die Vermessungsverwaltung, die Lotterieverwaltung, die Schlösserverwaltung, oder auch das LSI und die gesamte Hochschule. Und nicht überall hat die bfg hier die gewohnten Ortsverbandsstrukturen, oder auch nur Mitglieder. Dennoch haben die Wahlen zum HPR trotz zweier konkurrierender Listen wieder hervorragende Ergebnisse für die bfg gebracht – in etwa auf demselben Niveau wie die Rekordergebnisse des Jahres 2021: bei den Beamtinnen und Beamten erreicht die bfg 87,95 Prozent der gültigen Stimmen und erhält 13 der 14 Sitze. Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern entfallen 65,95 Prozent der Stimmen auf die bfg. Damit stellt sie weiterhin zwei der drei Mitglieder. Insgesamt besetzt die bfg damit 15 der 17 Sitze im Hauptpersonalrat, 2 Sitze gehen an ver.di.
Die bfg ist seit Jahrzehnten die tragende Kraft in den Personalvertretungen des Geschäftsbereichs. Die herausragenden Ergebnisse der Wahl vor fünf Jahren konnten auch 2026 gehalten und in einzelnen Bereichen sogar noch einmal ausgebaut werden.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, klarer Positionen und einer Interessenvertretung, die nah bei den Beschäftigten ist. Die vielen Wahlergebnisse der vergangenen Tage zeigen: Die Beschäftigten vertrauen der bfg und erwarten von uns, dass wir ihre Interessen auch künftig verlässlich, unabhängig und mit Nachdruck vertreten.
Zur Kenntnis nehmen müssen wir allerdings auch die gesunkene Wahlbeteiligung. Besonders deutlich ist der Rückgang bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wir werden in dieser Frage nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.
Dabei wäre es zu einfach, die Verantwortung allein bei den Beschäftigten oder bei den Personalvertretungen zu suchen. Die Ursachen können auch in den derzeitigen Rahmenbedingungen liegen: in der seit Jahren hohen Arbeitsbelastung, in den anhaltenden Problemen im IuK-Bereich, in der allgemeinen Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen und in der wiederkehrenden Stimmungsmache gegen den öffentlichen Dienst und insbesondere gegen Beamtinnen und Beamte.
Auch die verzögerte Anpassung der Bezüge hat nach ersten Rückmeldungen aus den Dienststellen eine Rolle gespielt. Viele Beschäftigte erleben, dass ihre Arbeit immer anspruchsvoller wird, während Anerkennung und Verlässlichkeit von politischer Seite nicht im gleichen Maße spürbar sind. Das kann zu Frustration führen – und möglicherweise auch dazu, dass sich Beschäftigte von Wahlen und Beteiligungsprozessen zurückziehen.
Ob und in welchem Umfang diese Faktoren tatsächlich entscheidend waren, werden wir genauer untersuchen müssen. Wir wollen zuhören, Rückmeldungen aus den Dienststellen aufnehmen und die Unterschiede zwischen den einzelnen Bereichen auswerten.
Denn eine starke Personalvertretung braucht nicht nur überzeugende Wahlergebnisse, sondern auch eine möglichst breite Beteiligung der Beschäftigten.
Unser Dank gilt allen Wählerinnen und Wählern, allen Kandidatinnen und Kandidaten, den Wahlvorständen und allen, die diese Wahlen vorbereitet, begleitet und unterstützt haben.
Die Ergebnisse sind für uns Bestätigung, aber vor allem Auftrag: für gute Arbeitsbedingungen, eine angemessene Personalausstattung, funktionierende Technik, echte Beteiligung und eine starke Stimme der Beschäftigten.
15 von 17 Sitzen im Hauptpersonalrat – ein starkes Ergebnis und ein klarer Auftrag für die bfg.