
Bayerischer Verdienstorden für Gerhard Wipijewski
Hohe Auszeichnung für jahrzehntelangen Einsatz
Am 3. Juli 2026 hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Antiquarium der Münchner Residenz 68 Persönlichkeiten mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Unter den Geehrten war auch der Vorsitzende der Bayerischen Finanzgewerkschaft, Gerhard Wipijewski.
Für die bfg ist diese Auszeichnung ein besonderer Anlass zur Freude. Für mich persönlich ist sie die verdiente Würdigung eines Menschen, mit dem ich seit 38 Jahren zusammenarbeite und dessen unermüdlichen Einsatz ich aus nächster Nähe erleben durfte.
Der Bayerische Verdienstorden wurde 1957 geschaffen und wird für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk verliehen. Seine besondere Bedeutung zeigt sich auch darin, dass die Zahl der lebenden Ordensträgerinnen und Ordensträger auf 2.000 begrenzt ist. Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte bei der Verleihung: „Den Verdienstorden kann man weder kaufen noch erben – man muss ihn sich verdienen.“
In der offiziellen Laudatio wird Gerhard als jemand gewürdigt, der seit vielen Jahren für die Interessen der Beschäftigten in der bayerischen Finanzverwaltung und für eine moderne Staatsverwaltung eintritt. Hervorgehoben werden seine Funktionen als Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Hauptpersonalräte in Bayern, als Vorsitzender der Bayerischen Finanzgewerkschaft und als stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes.
Besonders treffend heißt es, Gerhard vertrete „beharrlich und überlegt die Interessen der Beschäftigten“. Zugleich sei er ein „wichtiger und dialogbereiter Ansprechpartner“ für eine bürgernahe und leistungsfähige Staatsverwaltung.
Diese Worte beschreiben sein Wirken sehr genau. Gerhard hört zu, wägt ab, sucht nach tragfähigen Lösungen und bleibt dort standhaft, wo es um grundlegende Interessen der Beschäftigten geht. Er verbindet Klarheit in der Sache mit Respekt im Umgang.
Sein Engagement reicht jedoch weit über klassische gewerkschaftliche Themen hinaus. In seinen monatlichen Kommentaren auf Seite 3 der bfgZeitung geht es ihm immer wieder auch um die Verfasstheit unserer Gesellschaft. Sein Kompass ist klar: für die Demokratie und gegen die Kräfte, die sie schwächen oder schleifen wollen.
Den öffentlichen Dienst und insbesondere das Berufsbeamtentum versteht Gerhard als tragende Säulen des demokratischen Rechtsstaats. Eine unabhängige, dem Gesetz verpflichtete Verwaltung ist für ihn ein Bollwerk gegen Willkür und Autokratie. Sein Einsatz für die Beschäftigten ist deshalb immer auch ein Einsatz für einen starken und handlungsfähigen demokratischen Staat.
Seit 38 Jahren arbeite ich mit Gerhard zusammen. In dieser langen Zeit habe ich seine Verlässlichkeit, seine Ausdauer und seine klare Haltung immer wieder erlebt. Wir waren nicht in jeder Einzelfrage einer Meinung. Aber unsere Zusammenarbeit war stets geprägt von Offenheit, gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Ziel, Verbesserungen für die Beschäftigten zu erreichen.
Der Bayerische Verdienstorden würdigt Gerhards persönliche Lebensleistung. Zugleich ist diese Ehrung auch eine Anerkennung für die Bedeutung gewerkschaftlicher Arbeit, der Personalvertretungen und eines starken öffentlichen Dienstes.
Im Namen der gesamten bfg-Landesleitung gratuliere ich Gerhard sehr herzlich zu dieser außergewöhnlichen und hochverdienten Auszeichnung.
Lieber Gerhard, herzlichen Glückwunsch zum Bayerischen Verdienstorden. Die bfg ist stolz auf dich – und ich bin dankbar für 38 Jahre gemeinsamer Arbeit und gemeinsamen Einsatzes für die Beschäftigten, den öffentlichen Dienst und unsere Demokratie.
Thomas Wagner
für die bfg-Landesleitung

Fotos: Bayerische Staatskanzlei
Das Gruppenfoto zeigt Gerhard Wipijewski zwischen Ministerpräsident Markus Söder und DGB-Vorsitzenden Bernhard Stiedl zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Reuter, Klaus-Peter Röhler, Maximilian Schöberl, Wolfgang Schubert-Raab und Carsten Wilfried Spohr als Geehrte der Gruppe „Wirtschaft, Arbeit & Spitzenverbände“
Zu den Geehrten gehört auch Prof. Dr. Ursula Münch, die Direktorin der Akademie für politische Bildung in Tutzing, mit der Gerhard Wipijewski als Vertreter der Gewerkschaften im Beirat der Akademie zusammenarbeitet.
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