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Mehr Steuergerechtigkeit erforderlich!

bfg sieht wachsende Vermögensungleichheit mit Sorge

OECD, Internationaler Währungsfonds und Deutsche Bundesbank sind vor anderen die prominentesten Zeugen dafür, dass die Vermögen in Deutschland besonders ungleich verteilt sind. Während in den 34 OECD-Staaten die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung 50 Prozent des Vermögens besitzen, befinden sich nach den Feststellung von OECD und Bundesbank in Deutschland sogar 60 Prozent des Vermögens in den Händen der reichsten 10 Prozent! Die ärmere Hälfte der Deutschen hält dagegen gerade einmal 2,5 Prozent am Volksvermögen. Laut OECD hat die Ungleichheit in den letzten drei Jahrzehnten in Deutschland stark zugenommen. Und die Bundesbank stellt in einer Studie, die vor wenigen Wochen veröffentlich wurde, fest, was heute den Unterschied macht: Immobilienbesitz und Wertpapiere.

Steuerpolitik begünstigte die Entwicklung

Es dürfte außer Frage stehen, dass die Steuerpolitik der letzten Jahrzehnte einiges zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Man denke an die steuerfreie Entnahme der selbstgenutzten Wohnung aus dem Betriebsvermögen, an die Abschaffung der Börsenumsatzsteuer und der – kurz zuvor unter Theo Waigel auf 1% verdoppelten – Vermögensteuer, an die diversen Senkungen der Steuersätze im Bereich der Ertragsteuern, die Privilegierung der Kapitalerträge durch die Abgeltungssteuer, um nur einige Beispiele zu nennen. Vieles davon war für sich betrachtet und in der jeweiligen Situation richtig. Angesichts der heutigen Entwicklungen werden jedoch die Stimmen lauter, die ein Umsteuern verlangen.

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