Protestveranstaltung in Nürnberg

Auch rund 400 Beschäftigte aus den Finanzämtern demonstrieren für Einkommensanpassung – Wildfeuer und Köbler fordern gerechte Bezahlung

Rund 1.100 Beschäftigte aus dem bayerischen öffentlichen Dienst haben am heutigen Donnerstag in Nürnberg für die Einkommensforderung des dbb demonstriert. Sehr stark war die Bayerische Finanzgewerkschaft bfg vertreten. Angeführt von bfg-Landesvorsitzendem Gerhard Wipijewski und Bezirksvorsitzender Helene Wildfeuer, haben rund 400 Beschäftigte aus der Steuer- und Finanzverwaltung in Nürnberg Flagge gezeigt und die Forderungen lautstark unterstützt. Helene Wildfeuer und Florian Köbler sprachen auf der abschließenden Kundgebung zu den Demoteilnehmern und forderten eine gerechte Bezahlung für Arbeitnehmer und Beamte.

Die Protestveranstaltung in Nürnberg begann mit einem Protestmarsch vom Nelson-Mandela-Platz zum Kundgebungsort vor der Lorenzkirche in der Nürnberger Innenstadt. Dort sprach dann neben dem stellvertretenden Vorsitzenden der dbb Bundestarifkommission Siegfried Damm die Vorsitzende der dbb Bundesfrauenvertretung und Vorsitzende des bfg-Bezirksverbandes Nordbayern, Helene Wildfeuer, sowie bfg-Landesjugendleiter Florian Köbler zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demo.

Wildfeuer rief den Demonstrantinnen und Demonstranten zu: „Ein starkes Bayern braucht uns. Mit fairen Löhnen muss in das Personal investiert werden. Dafür kämpfen wir!“ Die Forderung von 5,5% mehr Lohn sei gerecht. Unter der lautstarken Zustimmung der Beschäftigten aus den Finanzämtern rief sie: „Das Geld ist da!“ Die Beschäftigten in den Finanzämtern hätten dafür gesorgt, dass die Steuereinnahmen weiter sprudeln würden. Auch deshalb, weil in den Finanzämtern viele Kolleginnen und Kollegen, „für zwei arbeiten müssen, weil wir zu wenige sind!“ Die Ankündigung von Finanzminister Söder das Tarifergebnis in Bayern auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen nannte sie wertschätzend und gerecht. Dafür müsse es aber ein Ergebnis geben. Dafür werde heute hier in Nürnberg gekämpft. Den Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder, Bullerjahn, forderte sie auf, ein Angebot auf den Verhandlungstisch zu legen, das dem „Erfolgsmodell“ öffentlicher Dienst gerecht werde.

bfg-Landesjugendleiter Florian Köbler forderte eine bessere Bezahlung für die Auszubildenen im öffentlichen Dienst, um wettbewerbsfähig im Kampf um die besten Nachwuchskräfte zu sein. „Wir fordern 100 Euro mehr für unsere Auszubildenden! Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben!“ Auch er lobte die Ankündigung von Finanzminister Söder der Tarifabschluss zeit- und inhaltsgleich zu übertragen. „Hier können sich andere Bundesländer etwas abschauen“, sagte der bfg-Landesjugendleiter.

Fotos: Thomas Wagner bfg-Verlag

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