Dank für engagierte Arbeit unter erschwerten Bedingungen anstatt Gerede über Gehaltsverzicht

Beschäftigte in der Finanzverwaltung kämpfen mit großen Herausforderungen

Seit Tagen versuchen verschiedene Medien einen Gehaltsverzicht, eine Bezügekürzung oder auch einen Beamten-Soli in die öffentliche Diskussion um wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einzuspeisen. Der Tenor dabei: während viele Beschäftigte der Privatwirtschaft um ihren Arbeitsplatz bangen und nur Kurzarbeitergeld beziehen, erhalten die Beamten ihre vollen Bezüge, wo sie doch faul daheimsitzen.

Die Bayerische Finanzgewerkschaft wendet sich entschieden gegen solche Darstelllungen und die damit verbundenen Absichten! Denn die Beschäftigten der Finanzverwaltung erledigen Tag für Tag engagiert ihre Aufgaben! Sie sorgen dafür, dass der Staat auch in dieser schwierigen Situation funktioniert! Sie leisten ihre Arbeit unter vielfach schwierigen Bedingungen, gleich ob in ihrem Büro oder im Homeoffice! – Und das auf allen Ebenen, gleich ob in den Finanzämtern, dem Landesamt für Steuern, dem Landesamt für Finanzen, dem Finanzministerium oder anderen Dienststellen!
Gerade im Bereich der Steuerverwaltung haben die Beschäftigten mit zusätzlichen Herausforderungen wie Stundungen und Anträgen auf Herabsetzung von Vorauszahlungen etc. zu kämpfen, die die wirtschaftliche Situation der Unternehmen und die politischen Beschlüsse der Bundes- und Staatsregierung nach sich ziehen.
Hier die Idee von Bezügekürzungen oder Gehaltsverzicht zu verbreiten, ist entweder bösartig oder zeugt von völliger Unkenntnis der Belastung der Beschäftigten in der Finanzverwaltung. Sie wird jedenfalls den Herausforderungen der Finanzverwaltung nicht gerecht.
Auch Ministerpräsident Söder hat inzwischen klarstellen lassen, dass er keinen Einkommensverzicht der bayerischen Beamten gefordert habe. Anderslautende Meldungen seien falsch.