Finanzminister Füracker will an eingeschlagenem Kurs festhalten

bfg-Landesleitung trifft neuen Finanz- und Heimatminister Albert Füracker

Zum ersten Mal seit seiner Ernennung hat nun ein Spitzengespräch zwischen der Landesleitung der Bayerischen Finanzgewerkschaft bfg und dem bayerischen Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und seiner neuen Führungsriege stattgefunden. Beide Seiten betonten dabei die bisherige gute und wertschätzende Zusammenarbeit fortführen zu wollen und sprachen sich dafür aus, den eingeschlagenen Weg der personellen Verstärkung durch eine Ausbildung auf hohem Niveau fortzusetzen. „Wir werden bei der Ausbildung weiter an unsere Grenzen gehen“, versprach Finanzminister Albert Füracker. Es gebe keinen Grund dafür, den eingeschlagenen Weg zu verlassen.

Im Rahmen des 120-minütigen Treffens wurde die gesamte Bandbreite aktueller Themen ausführlich diskutiert. Angefangen von der Personal- und Arbeitslage in der Steuer- und Staatsfinanzverwaltung. Auch die Situation an den Schulen und im IuK-Bereich wurde eingehend thematisiert. Landesvorsitzender Gerhard Wipijewski stellte in seinem Eingangsstatement die großen Herausforderungen in den Mittelpunkt mit denen die Finanzverwaltung seit Jahren und bis auf Weiteres zu kämpfen habe. „Die Arbeit wächst seit Jahren ungebremst, während das Personal-Ist stagniert – trotz aller Bemühungen und Maßnahmen in der Ära Söder“, so der bfg-Vorsitzende. Die bfg thematisierte auch die anstehende Grundsteuerreform. Eine Lösung müsse möglichst wenig Aufwand erfordern und „wir brauchen Haushaltstellen damit wir Einstellen, Einstellen und nochmal Einstellen können“, so Wipijewski.
Auch beim beruflichen Fortkommen sieht die bfg dringenden Handlungsbedarf. Neben einer Anhebung der Dienstpostenbewertung wurde insbesondere eine Verbesserung der Beförderungssituation nach A 9 und A 12 gefordert.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Personalgewinnung und Ausbildung. Um mit der freien Wirtschaft um geeigneten Nachwuchs konkurrieren zu können, müsse die Attraktivität erhöht werden. Angesichts der gestiegenen Herausforderungen sei eine Anhebung der Eingangsbesoldung gerechtfertigt. Auch beim Einstellungsverfahren durch den Landespersonalausschuss sieht die bfg Handlungsbedarf. Und nicht zuletzt wurde die Forderung nach Haushaltsstellen für hauptamtliche Dozentinnen und Dozenten an den Schulen erneuert.
Ein ausführlicher Bericht wird in der Juli-Ausgabe der bfg-Zeitung nachzulesen sein.

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