Bezirksvorsitzende Wildfeuer, Ortsvorsitzender Derleth, MdL Halbleib, Gehrsitz, Rösner, Leismann, Kleeberger, Zehnder, Günther, stv. Amtsleiter Ammon, Baierl, Regler und Stolzenberger.

Ortsverband beim Finanzamt Würzburg

„Der Innendienst blutet aus“

Am 23.06.2014 konnte der Ortsvorsitzende Matthias Derleth zu einer Ortsverbandsversammlung den Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen Volkmar Halbleib sowie die bfg-Bezirksvorsitzende und stellvertretende bfg-Landesvorsitzende Helene Wildfeuer im großen Sitzungssaal des Finanzamts Würzburg begrüßen. Auf der Tagesordnung standen neben der personellen Unterbesetzung in den Finanzämtern auch zahlreiche Mitgliederehrungen. Bei den Ehrungszeremonien wurden den Jubilaren durch die Bezirksvorsitzende die Urkunden überreicht und die Ehrennadeln angesteckt. Der Ortsvorsitzende bedankte sich noch mit einem Buchpräsent und einem traditionellen Bocksbeutel. Im Anschluss leitete Kollege Derleth zum Hauptthema über und nannte die Zahlen der Unterbesetzung im Finanzamt Würzburg, die gerade in der Allgemeinen Verwaltung einen besorgniserregenden Stand erreicht haben. Mit dem vorhandenen Personal könnten daher noch nicht einmal die „Löcher gestopft werden“. Die Beschäftigten müssten in die Lage versetzt werden ihrem gesetzlichen Auftrag gerecht zu werden. Das sei nur über Personalzuführungen möglich. Die Hoffnung liege derzeit auf den zusätzlichen Planstellen.

Der Landtagsabgeordnete Halbleib lobte in seiner Ansprache die gute und unerlässliche Arbeit der Bayerischen Finanzgewerkschaft und stellte klar fest, dass es nicht zuletzt auch ein egoistisches Ziel der Politik sei, die Einnahmeverwaltung ausreichend mit qualitativ hochwertigem Personal auszustatten. Eine funktionierende Steuerverwaltung benötige gut ausgebildete, motivierte Beschäftigte. Volkmar Halbleib betonte, „die beste Motivation ist, Demotivation zu vermeiden“ und sicherte zu, dass die Finanzpolitiker hier mit der bfg zusammen kämpfen. Daher sei er der Einladung zu dieser Veranstaltung sehr gerne nachgekommen um auch Detailinformationen mitnehmen zu können.

Diesen Ball nahm die Bezirksvorsitzende Helene Wildfeuer gerne auf und schilderte bei ihrem Vortrag eindrucksvoll die hohe Arbeitsbelastung in den Finanzämtern im Zusammenhang mit dem personellen Fehlbestand. Der vom Ministerpräsidenten ausgegebene Stellenstop und die weiterhin gültige Stellenabbauverpflichtung seien nicht nur kontraproduktiv sondern auch ungerecht. Auf Unverständnis bei den Beschäftigten stoße auch die Verrechnung von Anwärtern auf Planstellen, da sie erst nach bestandenem Abschluss der Qualifikationsprüfung auch eine Funktion übernehmen könnten. Im Gegenteil erfordere die Ausbildung einen zusätzlichen Personaleinsatz, der von den Beschäftigten gerne, nicht zuletzt aufgrund des Personalfehlbestands, geleistet werde, obgleich sich die mangelnde Wertschätzung dieser Mehrbelastung demotivierend auswirke. Der suggerierten Nettoverstärkung der Finanzämter ab 2014 widersprach die Bezirksvorsitzende, da eine Einbeziehung der Anwärter in diese Berechnung die Realität vor Ort verkehre.
Die Forderungen der Bayerischen Finanzgewerkschaft wurden in der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde von den anwesenden Mitgliedern klar bestätigt. Der Landtagsabgeordnete konnte viele Details für seine politische Arbeit aufnehmen und versprach, sich auch weiterhin für eine bessere Personalausstattung der Finanzverwaltung einzusetzen.

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