Weil es den Menschen braucht ...

Nordbayerische Fachtagung der bfg-Orts- und Personalratsvorsitzenden

Seit heute findet in Bamberg die diesjährige Fachtagung des Bezirksverbandes Nordbayern für seine Orts- und Personalratsvorsitzenden statt. Der Schwerpunkt am ersten Tag der Veranstaltung lag auf einem Austausch mit den Spitzen der Verwaltung, zu dem Dr. Alexander Voitl (Abteilungsleiter StMFLH) und Dr. Roland Jüptner (Präsident LfSt) begrüßt werden konnten. Bezirksvorsitzende Wildfeuer legte aus ihrer Sicht die Herausforderungen des Jahres 2016 dar. Personalsituation, Digitalisierung und Ausbildung waren nur einige der Punkte. Die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer untermauerten die Schilderungen mit Beispielen aus einzelnen Ortsverbände.

Am Vormittag konnte Helene Wildfeuer den bfg-Landes- und HPR-Vorsitzenden Gerhard Wipijewski und Abteilungsleiter Dr. Voitl begrüßen. Unter der Überschrift “Die Personal- und Stellensituation – Wie begegnet das StMFLH den Arbeitszuwächsen in der Finsnzverwaltung?” gaben sie ein einführendes Statement. Während Wipijewski darlegte, wie sich Aufgaben und Personalzahlen sowohl in der Steuer- als auch der Staatsfinanzverwaltung über lange Jahre von einander weg entwickelt hätten, gab Dr. Voitl einen Überblick darüber, wie die Rahmenbedingungen in den letzten Doppelhaushalten, aber auch aktuell durch z. B. eine Anhebung der Dienstpostenbewertung in einigen Bereichen verbessert werden konnten. Der bfg-Vorsitzende erkannte dies durchaus an, bekräftigte aber, dass die personellen Verbesserungen weiter gehen müssten. So sei die Wiederbesetzungssperre in der Steuerverwaltung kontraproduktiv und auch die Tatsache, dass immer noch 600 Anwärter auf Beamtenstellen verrechnet würden, koste vor Ort Personal.

Am Nachmittag erläuterten die Bezirksvorsitzende und Finanzpräsident Dr. Roland Jüptner, worin sie die Herausforderungen des Jahres 2016 für die Beschäftigten in den Finanzämtern sähen. Die Schlagworte waren dabei die gleichen, auch wenn die Einschätzungen teilweise auseinandergingen. Die bessere Berücksichtigung der Ausbildungsleistungen im ZuSo sei sicherlich ein richtiger Schritt. Schließlich verlange die Ausbildung den Ämtern derzeit einiges ab. Eine Ausweitung der Telearbeit sei wichtig, um z. B. auch nach der Umsetzung der Heimatstrategiemaßnahmen dieses wichtige Element zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter allerorts anbieten zu können.
Als größte Herausforderung sahen aber beide die Digitalisierung der Verwaltung. Helene Wildfeuer betonte, dass bestehende und neue Automationsverfahren Verbesserungen schaffen – wenn alles funktioniere. Leider sei dies oft nicht der Fall und die versprochene Vereinfachung führe erstmal zu Mehrarbeit. Wichtig sei auch, notwendiges Personal zur Verfügung zu stellen, welches zum Beispiel für neue Dienstposten benötigt würde, die man im Vorgriff auf die Modernisierung der Besteuerungsverfahren plane. Aus den Rippen schneiden könne sich kaum ein Amt etwas.
Einigkeit bestand erfreulicher Weise darüber, dass der Fokus insgesamt mehr auf dem Innendienst liegen müsse. Von einem funktionierenden Innendienst profitiere schließlich das gesamte Amt. Personalmehrungen seien hier dringend erforderlich, forderte Wildfeuer. Abschließend stellte sich Dr. Jüptner der Diskussion mit den Anwesenden.

Dritter Schwerpunkt des Tages stellten die bevorstehenden Personalratswahlen dar.

Einen ausführlichen Bericht über die Tagung finden Sie in der nächsten Ausgabe der bfg-Zeitung.

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