Weitere Anwärterstellen dringend erforderlich!

Die Antwort auf eine SPD-Landtagsanfrage zeigt weiter hohen Nachwuchsbedarf in der Steuerverwaltung

In der aktuellen Ausgabe der bfg-Zeitung berichten wir über eine umfangreiche Landtagsanfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Situation in der Finanzverwaltung. Jetzt hat uns auch die SPD-Fraktion die bisher unveröffentlichte Antwort auf ihre neueste Anfrage zum Thema zur Verfügung gestellt. Dabei wird klar: die Altersabgänge kraft Gesetzes in den Finanzämtern werden von 332 im Jahr 2018 auf 346, 512, 689, 700 und 593 in den Jahren 2019 bis 2023 weiter stark steigen...

Doch schon heute (1.1.2018) stehen bei 2.721 Anwärtern der 2. und 3. QE nur 2.164 Stellen für Beamte auf Widerruf zur Verfügung, für den Rest müssen insbesondere reguläre Beamtenstellen blockiert werden.
Weitere Verbesserungen sind also dringend erforderlich! Die bfg wird im Doppelhaushalt 2019/20 darum kämpfen!
Die Landtagsanfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher zeigt weiter, dass trotz aller Bemühungen in den letzten Jahren der Personalstand der Finanzämter am 1.1.2018 erst wieder bei 15.025 Vollzeitäquivalenten lag, etwa dem Wert von 2008, und damit immer noch 1.342 Vollzeitkräfte unter der Zahl an Haushaltsstellen für Beamte und Arbeitnehmer. Die freilich ist in den letzten Jahren sogar um rund 180 Stellen gesunken!
Wo Bayern bei der Personalausstattung im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt, zeigt die Anfrage auch: setzt man die Zahl der Beschäftigten ins Verhältnis zu den Einkommen- und Körperschaftsteuerfällen, also zur Arbeit, belegt Bayern den 15. Platz! Es gibt also noch viel zu tun.

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