bfg demonstriert mit über 1.500 Kolleginnen und Kollegen in Nürnberg

Wir sagen Danke für die großartige Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten bayerischen Finanzverwaltung!

Am 7. Dezember beginnt die entscheidende dritte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder. Die Beschäftigten erhöhen den Druck. In Nürnberg zogen am 29. November 2023 über 3000 Mitglieder aus den Fachgewerkschaften des bayerischen Beamtenbundes in zwei Demonstrationszügen durch die Innenstadt, um für ihre Forderung nach 10,5 Prozent, mindestens 500 Euro mehr im Monat einzutreten. Die Bayerische Finanzgewerkschaft bfg war mit über 1.500 Kolleginnen und Kollegen dabei und stellte einen der Demonstrationszüge.

bfg-Vorsitzender Gerhard Wipijewski und die Bezirksvorsitzenden Birgit Fuchs und Thomas Wagner begrüßten die Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der bayerischen Finanzverwaltung am Karl-Pschigode-Platz. Die bfg hatte dort einen eigenen Sammelplatz. Ab 10 Uhr trafen die dort die Kolleginnen und Kollegen, die per Bahn und Bussen anreisten, ein.

„Was für ein Bild! Der Karl-Pschigode-Platz in ORANGE! Ihr macht mich als Vorsitzenden der Bayerischen Finanzgewerkschaft sehr stolz!“, rief bfg-Vorsitzender Gerhard Wipijewski den Kolleginnen und Kollegen bei der Auftaktkundgebung der bfg am Karl-Pschigode Platz zu. Wipijewski griff die TdL in seiner Begrüßung frontal an und warf den Arbeitgebern „die totale Verweigerung von Anerkennung und Wertschätzung vor!“ Die Einkommensanpassung sei aber nicht nur existenziell erforderlich, sie sei auch wahrlich verdient! „Ihr habt sie euch verdient durch hervorragende Leistungen!“, rief Wipijewski den Kolleginnen und Kollegen zu.

Gegen 11 Uhr setzte sich dann der sich über mehrere Hundert Meter erstreckende Demonstrationszug der bfg in Bewegung. Entlang der Sandstraße vorbei am Finanzamt Nürnberg-Süd führte der Weg über den Frauentorgraben vorbei am Opernhaus zum Bahnhofsvorplatz, wo sich der Demonstrationszug der bfg mit einem weiteren Zug der anderen Verbände des BBB vereinigte. Angeführt von den Trommlerinnen und Trommler der bfg, zogen die 3.000 Kolleginnen und Kollegen dann gemeinsam zum Lorenzerplatz, wo nicht weit entfernt von der Nürnberger Dienststelle des Finanz- und Heimatministeriums die große Abschlusskundgebung stattfand.

Volker Geyer, der dbb Fachvorstand für Tarifpolitik, sagte bei der gemeinsamen Abschlusskundgebung: „Was die Länderarbeitgeber uns bisher bei den Verhandlungen in Potsdam bieten, ist keine Wertschätzung für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, das ist eine Unverschämtheit. Außerdem ist es selbstzerstörerisch und kurzsichtig. Wie wollen die Länder denn auf dem immer härter umkämpften Arbeitsmarkt bestehen, wenn sie bei der Bezahlung jetzt sogar signifikant hinter Bund und Kommunen zurückfallen – von der Privatwirtschaft ganz zu schweigen?“

Dort sprach dann auch die stv. bfg-Vorsitzende und stv. Vorsitzende der dbb Tarifkommission, Conny Deichert, zu den Kolleginnen und Kollegen. „Dass Arbeitnehmer und Beamte gemeinsam für die Forderung von 10,5% mindestens 500 Euro einstehen würden, sei ein klares Zeichen, für die große Solidarität unter den Beschäftigten. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst seien jeden Cent wert und hätten Wertschätzung verdient haben. „Das Ergebnis dürfe in keinem Fall schlechter werden darf, als das von Bund und Kommunen!“, rief sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu.

Die abschließende Rede hielt dann bfg-Vorsitzender Gerhard Wipijewski. Er bedauerte es, dass der Hausherr des nur wenige Meter entfernten Finanz- und Heimatministeriums nicht hier sei und deshalb nicht sehen und hören könne, „wie die Beschäftigten des Freistaats Bayern ihre Stimme erheben!“ Wie sie für die Zukunftsfähigkeit Ihres öffentlichen Dienstes kämpfen würden. Denn in diesem Zustand habe der öffentliche Dienst keine Zukunft mehr!
„Denn er ist in weiten Bereichen nicht mehr konkurrenzfähig, was die Bezahlung betrifft, er ist nicht mehr konkurrenzfähig, was die Arbeitsbelastung angeht und er ist nicht mehr konkurrenzfähig, was die Wertschätzung durch vorgesetzte Dienststellen und die politische Ebene betrifft!“, so Wipijewski unter dem tosenden Beifall der Kolleginnen und Kollegen. Deshalb gehe es bei dieser Tarifrunde darum, dass am Ende ein Ergebnis stehe, „das die Bezahlung im öffentlichen Dienst der Länder stärker konkurrenzfähig macht – und kein Ergebnis, das uns noch weiter hinter Privatwirtschaft und andere öffentliche Arbeitgeber zurückfallen lässt!
Deshalb: 10,5%, mindestens 500 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten!“

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