DSTG–Bundesfrauenvertretung tagt in Nürnberg

Martina Sixt zur stellvertretenden Vorsitzenden der Bundesfrauenvertretung gewählt

Seit Donnerstag findet in Nürnberg die 100. Sitzung der DSTG-Bundesfrauenvertretung in Nürnberg statt. Zum Auftakt der Sitzung begrüßte bfg-Bezirksvorsitzender Thomas Wagner die Vorsitzende Milanie Hengst und ihre Kolleginnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Wagner stellte zusammen mit der südbayerischen bfg-Bezirksvorsitzenden Birgit Fuchs die bfg vor und informierte über die aktuellen Problemstellungen in Bayern. Als Einstimmung auf die Tage in Nürnberg gab es für alle Kolleginnen einen Elisenlebkuchen. Birgit Fuchs stellte nach ihrer Wahl zur Bezirksvorsitzenden ihr Amt als stellvertretende Vorsitzende der DSTG-Bundesfrauenvertretung zur Verfügung. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Martina Sixt aus Regensburg gewählt.

Höhepunkt des Programms was die öffentliche Veranstaltung mit einer Reihe von hochkarätigen Ehrengästen. Nach der Begrüßung und einer beeindruckenden Grundsatzrede der Vorsitzenden Milanie Hengst konnte bfg-Vorsitzender Gerhard Wipijewski in seinem Grußwort herausstellen, dass in der bfg Frauen seit vielen Jahrzehnten Führungsverantwortung übernommen haben. Das Beurteilungsmonitoring bezeichnete er als einen wichtigen Baustein, um Benachteiligungen zu verhindern. Auch die weiteren Redner, der Vorsitzende des Ausschusses für den öffentlichen Dienst im Bayerischen Landtag, MdL Wolfgang Fackler, Dr. Alexander Voitl vom Finanz- und Heimatministerium, LfSt-Präsident Dr. Roland Jüptner und DSTG-Chef Thomas Eigenthaler stellten die Bedeutung der Arbeit der DSTG-Bundesfrauenvertretung heraus und würdigten im Besonderen auch die Verdienste von Helene Wildfeuer als eine der Vorgängerinnen von Milanie Hengst im Amt der Vorsitzenden der DSTG-Bundesfrauenvertretung. Helene Wildfeuer sprach in ihrer Eigenschaft als Ehrenvorsitzende der DSTG-Frauen und als derzeitige Vorsitzende der Bundesfrauenvertretung des dbb ebenfalls zu den Anwesenden und zeigte einen ganz persönlichen Rückblick auf ihre Zeit und Tätigkeit in der gewerkschaftlichen Frauenarbeit.

Am Nachmittag stand eine politische Gesprächsrunde unter dem Motto „Einigkeit in Vielfalt“ an. Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Tessa Ganserer (Bündnis 90/Die Grünen) diskutierten die stellvertretende DSTG-Bundesvorsitzende Andrea Sauer-Schnieber und die stellvertretende bfg-Bezirksvorsitzende Martina Sixt unter der Moderation der obersten DSTG-Frau Milanie Hengst rund um die Gleichstellungspolitik in Bayern. Alle waren sich einig, dass es nicht genügt, ein Ziel zu definieren und anschließend nur zu überprüfen wie weit man davon noch entfernt sei. Aus diesem Grund haben Bündnis 90/Die Grünen für nächstes Jahr eine Anhörung im Landtag initiiert, wo es um Konsequenzen aus den regelmäßigen Gleichstellungsberichten gehen soll. Tessa Ganserer sprach sich zur Erreichung einer durchgehenden Gleichstellung gegen Selbstverpflichtung und für konkrete Vorgaben aus. Speziell für den öffentlichen Dienst sprach sich die Abgeordnete, die außerdem auch stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes im Bayerischen Landtag ist, für mehr Flexibilität aus. Die vorhandenen Vorstellungen darüber wo, wann und wie gearbeitet werde, müssten überdacht werden. Die Mitglieder der DSTG Bundesfrauenvertretung machten auf zahlreiche Probleme aus dem dienstlichen Alltag aufmerksam, informierten aber auch über positive Lösungsansätze einzelner Länder. Konkret an die Frauenvertreterinnen der bfg machte Tessa Ganserer das Angebot, den Austausch zum Thema Gleichstellung in kleinem Kreis fortsetzen zu wollen.

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