Bayerischer Rundfunk Abendschau 18.00 Uhr: Bugiel fordert zusätzliche Steuerfahnder
19.02.2010
bfg und DSTG sind in der aktuellen Debatte um den Ankauf von CDs mit Daten von mutmaßlichen Steuerflüchtlingen und den damit einhergehenden Selbstanzeigen begehrte Gesprächspartner der Medien. bfg-Vorsitzender Josef Bugiel hat am heutigen Freitag in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk gefordert, die bayerische Steuerverwaltung mit zusätzlichem Personal auszustatten. Das Interview wird am heutigen Freitag in der Abendschau des Bayerischen Rundfunks ab 18.00 Uhr ausgestrahlt.
Nach Ansicht von DSTG-Chef Dieter Ondracek hat sich bereits die Diskussion über den Ankauf von CDs mit Daten von mutmaßlichen Steuerflüchtlingen gelohnt. „Es sind bundesweit rund 2500 Selbstanzeigen eingegangen. Wenn man die ersten Proben nimmt, dann sind im Durchschnitt 100 000 bis 150 000 Euro pro Selbstanzeige nachgezahlt worden“, sagte Ondracek in München dem Bayerischen Rundfunk. Das sei „ein satter Millionenbetrag, der jetzt schon in der Kasse ist“. Allein für die bayerische Staatskasse rechnet Ondracek mit Einnahmen in Höhe von bislang rund 60 Millionen Euro. Es habe im Freistaat bis Donnerstag 644 Selbstanzeigen gegeben. Nach seiner Einschätzung kommen die meisten Selbstanzeigen aus größeren Städten, rund 100 davon dürften aus Niederbayern und der Oberpfalz stammen. Ondracek sprach sich für den Kauf der CDs mit den Daten von mutmaßlichen Steuerflüchtlingen aus. Seiner Meinung nach machten sich die Beamten der Finanzverwaltung sonst der Strafvereitelung im Amt strafbar. Allein Bayern seien drei solcher CDs angeboten worden.